Chronik 1901

Die Kapelle um die Jahrhundertwende 1900
Die Kapelle um die Jahrhundertwende 1900

Gebhard Ochenreiter übernimmt die Leitung der Musikkapelle. Durch seine Beziehungen zur Bayerischen Veteranenmusik München, die alljährlich in Opfenbach ein Osterkonzert gibt, erhält die Kapelle immer wieder Notenmaterial und kann so stets mit neuen Musikstücken aufwarten.

Gebhard Ochsenreiter, der 1880 als 14jähriger der Musik beigetreten war, hatte sich während seiner Militärzeit beim 1. Bayerischen Jägerbataillon in Kempten ein enormes musikalisches Können angeeignet. Er war in der Folgezeit ein gefragter Bläser, de in weitem Umkreis immer wieder aushelfen musste, wenn irgendwo bei einem Konzert ein Solist ausgefallen war. Unter seiner Führung konnte die hiesige Kapelle nur noch an Klangreinheit und Ausdrucksform gewinnen.

Chronik 1871 bis 1894

Die Musikkapelle leitete ab 1871 Franz Josef Schneider, der Sohn des bisherigen Dirigenten. Dieser versteht es wie sein Vater, die Musikanten in Frieden zusammenzuhalten, da die Mitglieder der Kapelle über Jahrzehnte treu bei der Sache sind. Er brachte die Kapelle auf ein beachtliches musikalisches Niveau.

Nach dem 70er Krieg beteiligte sich die Kapelle jährlich am 1. September an der Feier zum Gedenken an den Sieg von Sedan. Wegen des frühen Todes des erst 55jährign Franz Josef Schneider ging der Dirigentenstab im Jahre 1894 an den damaligen Trompeter der Kapelle, Xaver Herrmann von Mellatz, über.

Chronik 1820

Musikfoto aus den 1860er Jahren
Musikfoto aus den 1860er Jahren

Im Jahre 1820 übernahm der Sohn des „Tambourtoni“, Franz Josef Pfanner die Leitung der Opfenbacher Musik. Wie lange er die Musikkapelle führte, ist nicht mehr genau feststellbar. Ein Namensvetter von ihm, der 1800 in Mäuchen geborene Anton Pfanner war schon mit 17 Jahren Organist und im Alter von 22 Jahren Oberlehrer in Opfenbach. Dieser bildete Organisten aus und veranstaltete Kurse in Harmonielehre und Notenlesen für die in den Nachbargemeinden entstehenden Musikkapellen.

Die Nachfolger von Franz Josef Pfanner war Schmiedemeister Johann Baptist Schneider, der 1809 in Opfenbach geboren wurde. Dieser oder gar schon sein Vorgänger führte die neunstimmige Blechmusik mit Ventilinstrumenten ein.

Aus seiner Dirigentenzeit stammt die erste Photoaufnahme der Bläser (kurz vor dem Krieg 1870/71).

Chronik 1806

Kapelle in Mywiler um 1970
Kapelle in Mywiler um 1970

Quittungen aus den Jahren 1806/07 belegen die Mitwirkung der Musik an den Patroziniumsfesten der Dreifaltigkeitskapelle im Ortsteil Mywiler.

Wie man sich die Musik in jener Zeit vorzustellen hat, beschreibt Chronist Eugen Kleiner so:

„Sie bestand noch aus sogenannter Kavalleriemusik, ähnlich der heutigen Spielmannszüge. Voran marschierten Trommler, die auf ihren halbgroßen Trommelkübeln den Bass schlugen, die Melodie selbst wurde von Bläsern auf ventillosen Hörnern und Trompeten gespielt, denn es gab zu dieser Zeit noch keine Blechblasinstrumente unserer Begriffe.“

(aus der Festschrift zum 9. Bezirksmusikfest und 185-Jahr-Feier der Musikkapelle Opfenbach 1970)

Chronik 1790

Bis zu seinem Tod im Jahr 1790 leitet der Oberschulmeister und Organist Sebastian Pfanner die Musikgruppe. Ihm folgt als Organist Johann Gebhard Deuring nach, der auch die Leitung der Musik übernimmt. Neben diesen beiden gelten als weitere Gründungsmitglieder Anton Pfanner („Tambourtoni“ genannt) und Josef Wipper („Tambourseppele“ genannt).

Informationen rund um die Musikkapelle Opfenbach 1785 e.V.