Chronik

Chronik 2020 - Ende 2021 

Ab März 2020 musste die Musikkapelle aufgrund des Lockdowns leider die Proben und die kommenden Veranstaltungen absagen. In dieser Zeit konnte nur sporadisch und in kleinen Gruppen geprobt und musiziert werden.

Auch das Neujahrsblasen fiel erstmals nach dem 2. Weltkrieg der Corona-Pandemie zum Opfer.


Chronik 2018

Wertungsspiel Jugendprojekt Opfenbach
Sage und schreibe 50 Jungmusikantinnen und Musikanten saßen am Wertungsspiel in Simmerberg auf der Bühne und zeigten stolz ihr Können. In der Mittelstufe traten sie mit den Stücken „Young Wizards“ und „Pandora Avenue L.A.“ an und erspielten sich mit großem Erfolg 89 Punkte.

 

Der diesjährige Musikausflug führte die Musikanten nach Nürnberg. In mehreren Gruppen reisten die Teilnehmer an und erkundeten gemeinsam die Altstadt sowie das Nürnberger Weinfest.

Ein Highlight war die kulinarische Stadtführung, bei der Wissenswertes rund um fränkische Spezialitäten vermittelt und verkostet wurde. Neben gemeinsamen Aktivitäten blieb auch Zeit zur freien Gestaltung. 

Den Abschluss bildete ein Frühschoppen, bei dem eine kleine Gruppe der Musikkapelle selbst musikalisch aufspielte. 


Chronik 2017

Das Jahreskonzert 2017 war ein besonderes Highlight im Vereinsjahr. Gemeinsam mit dem „Cosmic Percussion Ensemble“ unter der Leitung von Klaus Schwärzler, wurde den zahlreichen Besuchern ein außergewöhnliches Konzerterlebnis geboten. Neben abwechslungsreichen Stücken der Musikkapelle sorgte vor allem das Zusammenspiel mit dem Percussion-Ensemble für große Begeisterung.


Chronik 2014

Erstmals veranstaltete die Musikkapelle die Opfenbacher Wies’n und verwandelte die Halle mit viel Engagement in eine stimmungsvolle Festlocation. Bei guter Musik der Bands „Blechreiz“ und „d’Vielsaiter“, leckerem Essen und kühlem Bier herrschte ausgelassene Stimmung bis spät in die Nacht. Dank gemeinschaftlichem Einsatz verlief auch der Abbau reibungslos


Chronik 2013

Beim Tag der offenen Tür im neuen Probeheim wurde die Stuhlpatenschaft vorgestellt. Für über 60 neue Musikstühle konnten erfolgreich Sponsoren gewonnen werden, deren Namen darauf verewigt wurden. Der Frühschoppen wurde musikalisch begleitet und bot zudem Einblicke in den Bau des Probeheims sowie das Engagement der Musiker.

 

Das Jahreskonzert wurde aufgrund der Umbauarbeiten am Kultur- und Sportzentrum in der Pfarrkirche St. Nikolaus abgehalten. Ein abwechslungsreiches Programm, darunter das eindrucksvolle Zusammenspiel von Musikkapelle und Orgel, sorgte für eine besondere Atmosphäre. Besonders hervorzuheben ist Helmut Forster, der für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde und zugleich seinen Abschied aus der aktiven Musik bekannt gab.


Chronik 2008

Wilfried Rösch von den „Böhmischen Freunden“ bringt den Musikern im Rahmen eines Workshops die Kniffe und Feinheiten des Polkaspielens näher. Bestens vorbereitet wird so das erste „Opfenbacher Polkafrühstück“ am 30. März zum vollen Erfolg. Grund genug, die Gäste auch 2009 wieder zum Frühstück bei schöner Polka-Musik einzuladen.

 

Kleine Gruppe beim Polkafrühstück

Kleine Gruppe beim Polkafrühstück

 

Vera Straub, Kathrin Karg, Sonja Fink, Peter Haslach, Manuela Dürr, Josef Kuhn und Norbert Miksch

 


Chronik 2007

Fähnrich Herbert Fuhge übergibt nach 34jähriger Tätigkeit die Vereinsfahne an den neuen Fähnrich Christian Fink. Anfang August wirken die Musikanten beim Weinfest im unterfränkischen Zeil am Main mit und genießen die herrliche weinselige Stimmung. Silvia Keppeler übernimmt die Leitung der Jugendkapelle und tritt mit einem Frühschoppenkonzert erstmals an die Öffentlichkeit.

 

Übergabe der Fahne

 Übergabe der Fahne 

 

Vorstand Xaver Schneider, Fähnrich Christian Fink, Ehrenfähnrich Herbert Fuhge und Dirigent Johannes Kuhn

 


Chronik 2006

 

Seit Februar gibt es unter Leitung von Christian Beemelmans weider eine Jugendkapelle in Opfenbach. Den Jungbläsern bietet sich so die Chance, das gemeinsame Spiel zu üben. Am 23. April haben die Musikanten die Ehre Bischof Walter Mixa in die Kirche zu geleiten und abends am Kirchenkonzert zum Abschluss der Kirchenrenovierung musikalisch mitzuwirken.


Chronik 2005

Viel Mut und Können beweisen die Bläser-Azubis am 9. April beim ersten Jugendvorspiel im St. Anna-Haus. Eine weitere Premiere ist die „Opfenbacher Musiknacht“, die am 3. September erstmals über die Bühne geht. Die Bands „The Mellers“ und „Chicken Shock“ bringen mit ihren fetzigen Rhythmen die Halle zum Beben.


Chronik 2004

Das Jahreskonzert steht unter dem Motto „10 Jahre Johannes Kuhn“. Die Kapelle bringt die größten Highlights aus der Ära ihres jetzigen Dirigenten zu Gehör.

 

10 Jahre Dirigent Johannes Kuhn

 10 Jahre Dirigent Johannes Kuhn 


Chronik 2002

Zur musikalischen Gestaltung des Johannisfestes beim Verein der Bayern startet eine Abordnung der Kapelle im Juni nach Berlin. Die Teilnehmer erleben das bunte Gesicht der Hauptstadt beim Christopher-Street-Day in Kreuzberg, im ZDF-WM-Studio in Sony-Center und natürlich bei der Besichtigung einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten.

 

Sonnwendfeier beim Verein der Bayern in Berlin

 Sonnwendfeier beim Verein der Bayern in Berlin 


Chronik 2001

Der Siegtaler Bläsercorps e.V. feiert sein 50jähriges Bestehen und 20 Jahre Freundschaft mit der Musikkapelle Opfenbach. Voller Begeisterung beteiligen sich die Opfenbacher Musikanten an der Laurentius-Kirmes in Datenfeld und erleben fröhliche Tage im Siegerland.

 

Fröhlich anstrengende Tage in Dattenfeld

 Fröhlich anstrengende Tage in Dattenfeld 


Chronik 1998

In der Generalversammlung am 27. Februar wird Xaver Schneider zum neuen Vorstand gewählt. Die Kapelle ernennt ihren scheidenden Vorsitzenden Helmut Forster, der den Verein in 28 Jahren zu vielen Höhepunkten geführt hat, zum Ehrenvorstand.


Chronik 1996

Festzeltbetrieb, Bauernmarkt und zahlreiche musikalische Darbietungen zum Muttertag sind die Attraktionen des Maifestes, mit dem die Musikanten in den Frühling starten. Im August besuchen die Opfenbacher ein weiteres Mal ihre Freunde vom Siegtaler Bläsercorps und bereichern die Laurentius-Kirmes in Dattenfeld mit bayerischen Klängen. Erstmals in der Geschichte der Kapelle wird das Jahreskonzert wegen großen Besucherandrangs zweimal abgehalten.

 

Opfenbacher Weg in Dattenfeld

 Opfenbacher Weg in Dattenfeld 


Chronik 1995

Mit einem Benefizkonzert zugunsten der Renovierung der Pfarrkirche gibt Dirigent Johannes Kuhn sein Debüt. Das Konzert ist als Entschädigung für die Besucher gedacht, die beim vorjährigen Jahreskonzert keinen Platz mehr erhalten haben.


Chronik 1994

Am 19. November gibt Adalbert Lingg nach 32jähriger Dirigententätigkeit sein Abschiedskonzert. Er übergibt den Dirigentenstab an Johannes Kuhn, der bereits bei den Konzerten in den Vorjahren mitwirkte. Der Besucherandrang ist so überwältigend, dass ca. 100 Personen wegen Überfüllung nicht mehr in die Halle gelassen werden können.


Chronik 1992

Premieren bei der Musikkapelle: Erstmals treten die Musikanten im Rundfunk auf. Radio Lindau bringt Live-Interviews mit Kapellenmitgliedern sowie einige zuvor im Tonstudio aufgenommene Musikstücke zu Gehör. Vorstand Helmut Forster nimmt die Gelegenheit wahr und lädt die Zuhörer zum am selben Tag stattfindenden Bruggmühlenfest nach Ruhlands ein. Das Fest ist dann auch bestens besucht. Peter Rädler übernimmt die Aufgabe des Jugendausbilders, nachdem Sepp Miksch diese Funktion über 35 Jahre lang ausgeübt hat.
 


Chronik 1990

Die Plattlergruppe, die seit ihrer Gründung eine Unterabteilung der Musikkapelle bildete, wird in die Selbständigkeit entlassen. Sie ist inzwischen eine sehr aktive Gruppierung, in der mehr und mehr Jugendliche mitwirken, welche nicht mehr der Musikkapelle angehören. Die Plattler gründen den „Trachtenverein Oberleiblachtaler Opfenbach e.V.“.


Chronik 1989

Mit einem „Tag der offenen Tür“ wird das umgebaute und erweiterte Probenheim der Öffentlichkeit vorgestellt. In unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden haben die Musikanten ihr Heim den veränderten Bedürfnissen angepasst.


Chronik 1987

„Wie die Alten können wir es schon lange“ – so denken die Mitglieder der Jugendkapelle und laden im Juni aus Anlass des 30jährigen Bestehens der Jugendkapelle zu einem großen dreitägigen Fest ein. Den Gästen wird ein abwechslungsreiches Programm vom Tanzabend mit den „Bregenzerwälder Dorfmusikanten“ über ein Kinderfest bis hin zum Festkonzert mit dem Jugendblasorchester Wangen geboten. Im Mittelpunkt des großen Festabends steht die Ehrung und der Dank für das unermüdliche Engagement des Jugendausbilders Sepp Miksch.

 

Ehrung an Sepp Miksch

 Ehrung an Sepp Miksch

 

Ehrung an Sepp Miksch für 30 Jahre Jugendausbildung überreicht durch Ulrich Kuhn und Helmut Forster 


Chronik 1985

200 Jahre Musikkapelle Opfenbach!

 

Dieses seltene Ereignis wird mit einem großen Bezirksmusikfest gefeiert. Den Auftakt bilden am 4. und 5. Mai die Wertungsspiele, bei denen die Opfenbacher Jugendkapelle in der Oberstufe einen ersten Rang mit Auszeichnung erreicht. Die Festtage vom 26. bis 29. Juli erweisen sich als wahrer Publikumsmagnet. Tausende Zuschauer säumen den Festzug, an dem sich 40 Musikkapellen und zahlreiche herrlich geschmückte Festwagen beteiligen. Die „Fidelen Mölltaler“, die „Original Ochsenfurter Musikanten“ und nicht zuleetzt die Freunde vom Siegtaler Bläsercorps begeistern die Zuhörer im stets gut besuchten Festzelt.

 

Die Musikanten belohnen sich für die Anstrengungen des Festes, in dem sie im August einen Ausflug nach Straßburg mit Besuch des Europaparlaments und im Oktober eine Reise nach Hamburg unternehmen, wo sie im Hotel Atlantic einen Bayerischen Abend gestalten. Aus Dankbarkeit für das gelungene Musikfest organisieren die Musikanten im Folgejahr eine Dankwallfahrt nach Maria-Thann, bei der ein gemütlicher Kameradschaftsabend mit der Maria-Thanner Patenkapelle nicht fehlern darf.


Chronik 1984

Beim Jahreskonzert können sich die Musiker erstmals in der neu angeschafften Tracht präsentieren. Die Mädchen müssen fortan keine Kniebundhosen mehr tragen, sondern dürfen im dekorativen Dirndl auftreten.


Chronik 1983

Vom 11. bis 15. August statten die Opfenbacher ihren Freunden aus Dattenfeld einen Gegegnbesuch ab. Sie sind überwältigt von der herzlichen Gastfreundschaft, die sie dort erfahren dürfen. Für den Allgäuer Heimatabend lassen sich die Opfenbacher Musikanten eine Menge einfallen. Drei Musiker fertigen in Handarbeit Alphörner und grüßen die Rheinländer mit Klängen aus dem Alpenland. Einige Musikanten erlernen eigens für diesen Anlass das Schuhplatteln und ernten begeisterten Applaus für ihre Darbietung. Es ist die Geburtsstunde der Opfenbacher Plattlergruppe, aus der einige Jahre später der Trachtenverein hervorgehen wird.

 

Alphorn-Trio

 Alphorn-Trio

 

Grüße aus dem Alpenland 


Chronik 1982

Die Kapelle erhält eine neue Vereinsfahne. An der Fahnenweihe, die vom 6. bis 8. August gefeiert wird, beteiligen sich 21 Kapellen aus der Nachbarschaft – allen voran die Patenkapelle aus Maria Thann – und erstmals auch der Siegtaler Bläsercorps e.V. aus dem 600 km entfernten Dattenfeld im Rheinland. Damit wird der Grundstein für eine langjährige weitere Partnerschaft mit zahlreichen gegenseitigen Besuchen gelegt.

 

Fahnenabordnung 1985

 Fahnenabordnung 1985 

 

Im Jahre 1982 war die Fahnenweihe unserer jetzigen Fahne, die mit einem Festzelt 3 Tage lang gefeiert wurde. Fähnerich war und ist derzeit Herbert Fuhge aus Göritz und Fahnenpatin ist Elisabeth Forster aus Göritz.


Chronik 1980

Am 1. Januar erlangt die Gemeinde Opfenbach wieder ihre Selbständigkeit, nachdem sie zwei Jahre lang gemeinsam mit den Nachbargemeinden Heimenkirch und Hergatz eine Verwaltungsgemeinschaft gebildet hatte. Für die Musikkapelle ist es eine Selbstverständlichkeit, die Unabhängigkeitsfeier musikalisch zu berreichern.


Chronik 1976

Bischof Dr. Josef Stimpfle feiert mit der Pfarrei Opfenbach das 200jährige Bestehen der Pfarrkirche St. Nikolaus. Die Jubiläumsfeier und die gleichzeitig stattfindende Einweihung des neuen Kindergartens werden von der Kapelle musikalisch gestaltet. In der neu erbauten Marien-Gebetsstätte Wigratzbad wirken die Musikanten in den Folgejahren regelmäßig an den Sühnegottesdiensten miten.


Chronik 1974

Die Emanzimpationsbewegung erreicht auch die Musikkapelle Opfenbach. Mit Martina Sinz, Evi Daschner und Getrud Immler werden die ersten weiblichen Mitglieder in die Kapelle aufgenommen. Heute möchte keiner mehr auf unsere ebenso hübschen wie engagierten Musikantinnen verzichten.


Chronik 1971

Helmut Forster löst den verdienten Vorstand Alois Schneider ab, welcher alsdann zum Ehrenvorstand ernannt wird. Am 15. Mai wird dem Verein eine ganz besondere Ehre zuteil. Staatsminister Dr. Bruno Merk zeichnet die Opfenbacher Musikkapelle im Kaisersaal der Benedektinerabtei zu Ottobeuren mit der „Pro Musica“-Plakette aus. eine Woche später wirken die Musikanten zum ersten Mal beim Blutritt in Weingarten mit.

 

Übergabe der Pro-Musica Plakette

 Übergabe der Pro-Musica Plakette 

 

Übergabe der Pro-Musica Plakette durch Präsident Mayer und Minister Merk an Vorstand Alois Schneider


Chronik 1970

Der im Vorjahr begonnene Bau eines vereinseigenen Probeheims wird vollendet. Es ist ein Gemeinschaftswerk, in das die Musikanten insgesamt rund 2000 Stunden ihrer Freizeit eingebracht haben. Die Gemeinde stellt das Grundstück für das an die Turnhalle angebaute Gebäude zur Verfügung und gibt einen Zuschuss von 8000 DM. Weitere 13500 DM Materialkostn werden aus der Vereinskasse finanziert. Am 7. Juni wird das Bauwerk feierlich eingeweiht und ist seither Heimat ganzer Generationen von Musikern.

 

Vom 31. Juli bis 3. August feiert die Musikkapelle anlässlich ihres 185jährigen Bestehens das 9. Bezirksmusikfest im Bezirk 7 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes. Höhepunkt des Festes ist das Gala-Konzert des Heeresmusikcorps 8 der 1. Gebirgsdivision Garmisch-Mittenwald. Voller Begeisterung berichtet der Zeitungsreporter im „Westallgäuer“ über den Festumzug:

 

„Wer es am Sonntag zwischen 13 und 15 Uhr in Opfenbach eilig hatte, kam mit einer Pferdestärke schneller voran als mit vielen PS unter der Haube. Kaum gab es ein Stückchen grüne Wiese rund um die Gemeinde; chromblitzende Benzinkutschen so weit das Auge reichte und eine unübersehbare Schar von Menschen, die den großen Festzug … miterleben wollten. Tausende säumten dicht gedrängt die Straßen.“

 

Die Musikkapelle im Jahr 1970

 Die Musikkapelle im Jahr 1970 

 

1. Reihe sitzend: Schellenbaum Georg, Leonhardt Georg, Karg Adrian, Stohr Anton, Ganal Norbert, Daschner Wolfgang


2. Reihe sitzend: Forster Albert, Feuerle Manfred, Reischmann Georg, Rädler Walter, Fuhge Rudi, Zwiessler Josef, Ganal Josef, Schuwerk Peter, Forster Helmut, Miksch Herrmann


3. Reihe: Breyer Josef, Popp Willi, Tausend Heinrich, Forster Josef, Lingg Adalbert, Hodrus Bernhard, Rädler Fidel, Hartmann Leopold, Schneider Edmund, Schneider Alois


4. Reihe: Zanker Karl, Karg Benedikt, Müller Josef, Dietrich Xaver (Fähnrich), Miksch Herbert, Reischmann Theo, Meyer Theo, Miksch Josef


Chronik 1969

Beim Bezirksmusikfest in Wasserburg übernimmt die Kapelle im Rahmen der Wertungsspiele die Uraufführung von Karl Zodels Ouvertüre „Frohe Fahrt“ – einem Geschenk des Komponisten an seine Lieblingskapelle. Mit der Darbietung erspielen sich dei Musiker einen hervorragenden ersten Rang mit Auszeichnung.


Chronik 1968

Feierlich begeht die ganze Gemeinde Opfenbach das goldene Priesterjubiläum des Ehrenbürgers der Gemeinde und Bischöflich Geistlichen Rates Josef Mannsnetter. Mit großer Freude umrahmt die Musikkapelle das Fest zu Ehren ihres Ehrenvorstandes musikalisch. Doch schon ein Jahr später müssen die Musiker für immer von ihrem unvergessenen Ratgeber Abschied nehmen.

 

Ortspfarrer Josef Mannsnetter

 Ortspfarrer Josef Mannsnetter


Chronik 1962 bis 1964

Aus Altersgründen tritt Dirigent Alois Kehrer zurück. In jeweils einstimmiger Wahl werden Adalbert Lingg zum Dirigenten und der Jugendausbilder Sepp Miksch zu seinem Stellvertreter bestimmt.

 

Im Jahre 1964 beschließt die Musikkapelle, auf Anregung des Bezirksheimatpflegers Dr. Alfred Weitnauer, die bisherigen Uniformen durch eine erneuerte Allgäuer Tracht zu ersetzen. Die Musiker tragen ihr neues Gewand zum ersten Mal bei der zweiten Pilgerfahrt nach Altötting. Zuhause stellen sie die Tracht bei der Einweihung des neuen Geschäftshauses der Raiffeisenkasse der Öffentlichkeit vor.

 

Die jungen Wilden

 Die jungen Wilden 

 

Adalbert Lingg und Sepp Miksch übernehmen das Kommando


Chronik 1955

Erstmals begleitet unsere Musikkapelle ihren Ehrenvorstand Pfarrer Mannsnetter auf einer Wallfahrt nach Altötting und umrahmt die dortigen Feierlichkeiten musikalisch. Im Laufe des Jahres wird auch die Vereinsfahne restauriert und am 28. August im Rahmen eines großen Festes neu gesegnet.

 

Fahnenweihe 1955

 Fahnenweihe 1955 


Chronik 1953

Die Kapelle nimmt nun wieder regelmäßig an Musikfesten und Wertungsspielen in der näheren und weiteren Umgebung teil. Besonders eindrücklich ist die Mitwirkung am internationalen Landesmusikfest in Innsbruck im August 1953. Dort erntet die Kapelle beim Wertungsspiel in der Oberstufe eine ausgezeichnete Bewertung. Beim Musikfest in Wangen im Folgejahr erreicht sie sogar die höchste Punktezahl im Wertungsspiel.

 

Musikfest 1950 in Opfenbach

 Musikfest 1950 in Opfenbach 


Chronik 1950

Die Vorstandschaft wird neu gebildet und Alois Schneider zum Vorstand gewählt. Im gleichen Jahr veranstalten die Musikanten ein Musikfest aus Anlass des 130jährigen Bestehens der Kapelle, an dem sich 26 Gastkapellen beteiligen (Anmerkung: Die Gründung wird damals auf das Jahr 1820 datiert).

 

Alois Schneider

 Alois Schneider


Chronik 1949

Nach Kriegsende formte Alois Kehrer aus den verbliebenen Musikanten und neu ausgebildeten jungen Bläsern eine beachtenswerte Kapelle, mit der er schon 1949 beim Wertungsspiel in Immenstadt in der Mittelstufe einen ersten Preis erreichte.

 

Die Musikkapelle 1949

 Die Musikkapelle 1949 

 

von links nach rechts:
1. Reihe sitzend: Josef Forster, Xaver Karg, Xaver Boch, Peter Schuwerk, Josef Ganal, Alois Grötler,
2. Reihe: Ulrich Zanker, Benedikt Karg, Alois Kehrer, Alois Schneider, Adalbert Lingg,
3. Reihe: Joh. Georg Milz, Erich Karg, Fidel Rädler, Siegfried Epple, Josef Herrmann, Georg Greising, Theo Meyer und Josef Jakob,
4. Reihe: Josef Zwiessler, Kaspar Ochsenreiter, Eugen Kleiner (Fähnrich), Gebhard Karg, Bernhard Hodrus


Chronik 1939 bis 1945

Zwar hat Pfarrer Mannsnetter mit der Nachwuchsgewinnung auch keinen Erfolg. Er führt den Verein aber in der politisch immer schwieriger werdenden Zeit und sichert den Fortbestand durch die Wirren des zweiten Weltkrieges. Ihm ist auch zu verdanken, dass beim Umsturz 1945 das Instrumentenmaterial erhalten bleibt. Diesem unseligen Krieg fallen vier Musikkameraden zum Opfer.

 

Im Jahr 1945 untersagt der Bischof den Pfarrern jegliche Mitarbeit in privaten Vereinen. Opfenbachs Musiker ernennen Pfarrer Mannsnetter daraufhin zu ihrem Ehrenvorstand.


Chronik 1936

Sorgen bereitet die Tatsache, dass kaum mehr Nachwuchs gewonnen werden kann. Werbeaufrufe haben keine Erfolg, da die Jugendlichen einerseits durch die vormilitärische Ausbildung beansprucht sind und zum anderen zuhause die zum Militärdienst eingezogenen Männer ersetzen müssen. So entschließt sich Vorstand Kleiner seinen Posten an den Ortspfarrer Josef Mannsnetter zu übertragen, in der Hoffnung, dass dieser die Jugend besser motivieren kann.

 

Ortspfarrer Josef Mannsnetter

 Ortspfarrer Josef Mannsnetter


Chronik 1934

Die Kapelle schafft aus sorgsam ersparten Mitteln eine blaue Uniform an, da man es sich kaum noch leisten kann, bei größeren Anlässen öffentlich in Zivil aufzutreten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten muss die Kapelle zusätzlich zu den bisherigen kirchlichen Feiern auch nationale Feiern, wie den tag der nationalen Arbeit, den Tag des deutschen Bauern oder die Sonnwendfeier musikalisch umrahmen.


Chronik 1930

1930 wurde der Klangkörper von der neunstimmigen bayerischen Blechmusik (hohe Stimmung) auf B-Stimmung sowie Harmonibesetzung umgewandelt. Der ständige Bläserzuwachs erforderte im selben jahr eine Erweiterung der Vereinsführung. Zum Vorstand und zweiten Dirigenten wählte man Eugen Kleiner, Mellatz, der auch die Vereinsschriftführung übernahm. Kassier wurde Xaver Karg aus Opfenbach. Am 1. August 1933 schloß sich zudem das hiesige Streichorchester dem Musikverein an.

 

Eugen Kleiner

 Eugen Kleiner 


Chronik 1929

Der Verein bewährt sich jedoch nicht lange, weil – wie der Chronist Eugen Kleiner vermerkt – „von Seiten der passiven Mitglieder oft völlig indiskutable Ratschläge abgegeben wurden. So z.B. der altbewährte Stand der Musik genüge vollkommen für die Gemeinde Opfenbach.“ Die aktiven Musiker sehen stattdessen die Notwendigkeit, von der neunstimmigen bayerischen Blechmusik auf die große Harmoniebesetzung umzustellen, was Neuanschaffung von Noten und Instrumenten bedeutet. Andernfalls könne die Kapelle an keinem Wettspiel und keinem Gesamtchor bei Musikfesten mehr teilnehmen. Somit wird der Verein am 31. Dezember 1929 aufgelöst und die Aktiven nehmen das Zepter wieder selbst in die Hand.


Chronik 1926

Gebhard Ochsenreiter dankt aus gesundheitlichen Gründen als Dirigent und Bläser ab. Er übergibt die Leitung in die Hände des Berufs- und Militärmusikers Alois Kehrer. Um den gewachsenen Ansprüchen gerecht zu werden und einen Berufsmusiker als Dirigenten finanzieren zu können, wird am 26. September 1926 die Musikgesellschaft in einen Musikverein mit passiven und aktiven Mitgliedern umgewandelt. Unter Vorsitz von Bürgermeister Johann Baptist Strodel treten 473 Mitglieder diesem neuen Verein bei.

 

Auszug aus der Satzung von 1926

 Auszug aus der Satzung von 1926 

 

Da herrschten noch strenge Sitten!


Chronik 1920

Nach dem Krieg nimmt die Kapelle einen neuen Aufschwung. Drei Heimkehrer bringen ihr bei der Militärmusik erworbenes Können ein.

 

Die „Goldenen 20er Jahre“ brachten neuen Sonnenschein ins Leben. Man konnte wieder fröhliche Feste feiern und versuchen die traurigen Erlebnisse der Vergangenheit zu vergessen. Besonders beliebt waren zu jener Zeit beispielsweise die von der Musikgesellschaft mitgestalteten jährlichen Faschingsbälle.

 

Aber auch in diesen Jahren wirkten sich die nicht immer so rosigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf das Musikgeschehen aus. So konnten während der Inflationszeit 1920 bis 1923 beim Neujahrblasen nur wertbeständige Waren, wie Holz und Branntwein gesammelt werden.

 

Fröhliches Musizieren in den flotten 20er Jahren

 Fröhliches Musizieren in den flotten 20er Jahren 


Chronik 1914 bis 1918

Dieser Aufschwung fand allerdings ein jähes Ende als 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach. Fast die Hälfte der Musiker musste zum Heeresdienst einrücken. Zuhause besteht die Musik nur noch aus ein paar alten Kräften und eilends ausgebildeten Jungmusikern.

 

Fünf von ihnen sahen die Heimat nicht wieder und fanden in fremder Erde ihre letzte Ruhestätte:

  • Ludwig Herz, Mellatz (Russland)

  • Phillip Karg, Reute (Flandern)

  • Ambors Müller, Spattweg (Frankreich, a.d. Somme)

  • Andreas Sohler, Mellatz (Frankreich, b. Arras)

  • Wilhelm Spieler, Hämmerle (im Westen)


Chronik 1901

Gebhard Ochenreiter übernimmt die Leitung der Musikkapelle. Durch seine Beziehungen zur Bayerischen Veteranenmusik München, die alljährlich in Opfenbach ein Osterkonzert gibt, erhält die Kapelle immer wieder Notenmaterial und kann so stets mit neuen Musikstücken aufwarten.

 

Gebhard Ochsenreiter, der 1880 als 14jähriger der Musik beigetreten war, hatte sich während seiner Militärzeit beim 1. Bayerischen Jägerbataillon in Kempten ein enormes musikalisches Können angeeignet. Er war in der Folgezeit ein gefragter Bläser, de in weitem Umkreis immer wieder aushelfen musste, wenn irgendwo bei einem Konzert ein Solist ausgefallen war. Unter seiner Führung konnte die hiesige Kapelle nur noch an Klangreinheit und Ausdrucksform gewinnen.

 

Musikfoto 1901

 musikfoto 1901 

 

Die Kapelle um die Jahrhundertwende 1900
 

Sitzend von links nach rechts: Leopold Boch, Xaver Boch sen., Gebhard Ochsenreiter, Xaver Herrmann, Joh. Georg Reich, Alois Dommel, Dyonis Ochsenreiter.


Stehend von links nach rechts: Wilhelm Spieler-Boch, Ludwig Herz, Lucian Bösch, Xaver Boch jun., Xaver Mayer, (Fähnrich) Georg Fink, (Lehrer und Ehrenmitglied) Alois Bösch, Josef Mayer


Chronik 1871 bis 1894

Die Musikkapelle leitete ab 1871 Franz Josef Schneider, der Sohn des bisherigen Dirigenten. Dieser versteht es wie sein Vater, die Musikanten in Frieden zusammenzuhalten, da die Mitglieder der Kapelle über Jahrzehnte treu bei der Sache sind. Er brachte die Kapelle auf ein beachtliches musikalisches Niveau.

 

Nach dem 70er Krieg beteiligte sich die Kapelle jährlich am 1. September an der Feier zum Gedenken an den Sieg von Sedan. Wegen des frühen Todes des erst 55jährign Franz Josef Schneider ging der Dirigentenstab im Jahre 1894 an den damaligen Trompeter der Kapelle, Xaver Herrmann von Mellatz, über.


Chronik 1820

Im Jahre 1820 übernahm der Sohn des „Tambourtoni“, Franz Josef Pfanner die Leitung der Opfenbacher Musik. Wie lange er die Musikkapelle führte, ist nicht mehr genau feststellbar. Ein Namensvetter von ihm, der 1800 in Mäuchen geborene Anton Pfanner war schon mit 17 Jahren Organist und im Alter von 22 Jahren Oberlehrer in Opfenbach. Dieser bildete Organisten aus und veranstaltete Kurse in Harmonielehre und Notenlesen für die in den Nachbargemeinden entstehenden Musikkapellen.

 

Die Nachfolger von Franz Josef Pfanner war Schmiedemeister Johann Baptist Schneider, der 1809 in Opfenbach geboren wurde. Dieser oder gar schon sein Vorgänger führte die neunstimmige Blechmusik mit Ventilinstrumenten ein.

 

Aus seiner Dirigentenzeit stammt die erste Photoaufnahme der Bläser (kurz vor dem Krieg 1870/71).

 

Musikfoto aus den 1860er Jahren

 Musikfoto aus den 1860er Jahren  Ihr Text

 

von links nach rechts: Xaver Lau, Johann Baptist Schneider, Josef Anton Schneider, Andreas Schneider, Franz Josef Spieler, Gebhard Trautmann, Andreas Schneider, Anton Ochsenreiter, Franz Josef Schneider


Chronik 1806

Quittungen aus den Jahren 1806/07 belegen die Mitwirkung der Musik an den Patroziniumsfesten der Dreifaltigkeitskapelle im Ortsteil Mywiler.

Wie man sich die Musik in jener Zeit vorzustellen hat, beschreibt Chronist Eugen Kleiner so:

 

"Sie bestand noch aus sogenannter Kavalleriemusik, ähnlich der heutigen Spielmannszüge. Voran marschierten Trommler, die auf ihren halbgroßen Trommelkübeln den Bass schlugen, die Melodie selbst wurde von Bläsern auf ventillosen Hörnern und Trompeten gespielt, denn es gab zu dieser Zeit noch keine Blechblasinstrumente unserer Begriffe.“

 

(aus der Festschrift zum 9. Bezirksmusikfest und 185-Jahr-Feier der Musikkapelle Opfenbach 1970)

 

Kapelle in Mywiler um 1970

 Kapelle in Mywiler um 1970 


Chronik 1790

Bis zu seinem Tod im Jahr 1790 leitet der Oberschulmeister und Organist Sebastian Pfanner die Musikgruppe. Ihm folgt als Organist Johann Gebhard Deuring nach, der auch die Leitung der Musik übernimmt. Neben diesen beiden gelten als weitere Gründungsmitglieder Anton Pfanner („Tambourtoni“ genannt) und Josef Wipper („Tambourseppele“ genannt).


Chronik 1785

Ein erster schirftlicher Beleg über das Wirken der Musikanten findet sich wie bei vielen anderen Kapellen unserer Region im Zusammenhang mit der jährlichen Fronleichnamsprozession. Ab dem Jahr 1785 sind in den Kirchenrechnungen jeweils Ausgaben für die Mitwirkung der Musik bei diesem feierlichen Kirchenfest dokumentiert.


Chronik vor 1785

Hinweise auf erste Anfänge der Musikkapelle finden sich bereits vor dem Gründungsjahr 1785. So ist im Nachlass des Lindenberger Pfarrers Josef Wettach († 1819) anlässlich der Reliquienübertragung des heiligen Aurelius in die Lindenberger Pfarrkirche im Jahr 1777 vermerkt:

 

„Auch erscheinete an diesem Tag eine ansehnliche Mannschaft von Opfenbach in Unter- und Obergewehr mit fliegender Trommel und Pfeifen und fliegenden Fahnen, die sich auf dem Kirchenplatz postiert hatten.“

 

(aus: Heimatkunde, Beilage zum Lindenberger Tagblatt vom 7. März 1931).

 

Eugen Kleiner

 Eugen Kleiner 

 

Der verstorbene Opfenbacher Heimatforscher Eugen Kleiner vermutete, dass bereits an der Einweihung der neu erbauten Opfenbacher Pfarrkirche 1776 Musikanten mitgewirkt haben, die dann im Folgejahr von den Lindenbergern eingeladen worden waren.